
Saison 2026:
Bis kurz vor seinem Tod war Erhard Hombach treuer Gast bei den Heimspieltagen seiner Faustballer.
v.l.: Erhard HombachKirchen Der VfL Kirchen trauert um sein langjährig engagiertes Ehrenmitglied Erhard Hombach. Erhard war viele Jahre als Geschäftsführer tätig und mit seiner ausgleichenden und freundlichen Art ein hoch geschätztes Vorstandsmitglied. Er war an der Organisation zahlreicher Großveranstaltungen, wie beispielsweise dem 100-jährigen Vereinsjubiläum beteiligt.
Seine Leidenschaft war seit den 1970ern die Faustballabteilung, zu deren Ehrenvorsitzendem er 2016 ernannt wurde. Über viele Jahre leitete er als Abteilungsleiter die Geschicke der Kirchener Faustballer. Besonders die Jugendarbeit war ihm dabei immer eine Herzensangelegenheit. Mit Fachwissen, Humor und der nötigen Gelassenheit konnte er immer wieder neue Kinder und Jugendliche für den Faustballsport begeistern und war mehr als einmal die treibende Kraft, als es darum ging, den Fortbestand der Abteilung zu sichern. Auch Sponsoren verstand er wortgewandt für die Unterstützung des Vereins zu begeistern. Der Schalk in seinem Nacken sorgte auf vielen Abteilungsfesten für ausgelassene Stimmung. Wenn es darauf ankam, konnte er aber auch beharrlich seine Meinung vertreten, sofern es darum ging, die Interessen der Faustballer zu vertreten. Aber er war nicht nur ein Mann der Worte, sondern insbesondere auch ein Mann der unterschiedlichsten Taten, auf den jederzeit Verlass war und der stets akribisch vorbereitet war. Er und seine Frau Margret zählten über viele Jahre zum Helferteam bei unterschiedlichsten Vereinsveranstaltungen.
Bis zuletzt verfolgte unser „Faustballpapst“ mit großem Interesse das Abteilungsleben und nahm bei Wind und Wetter den Weg auf den Molzberg auf sich, um bei Heimspieltagen mitzufiebern. Hierbei hielt er bei aller Begeisterung nicht mit seiner Meinung zu einzelnen Spielzügen hinterm Berg, äußerte seine Kritik jedoch stets respektvoll und in Form von väterlichen Ratschlägen.
Mit Erhard verlieren wir einen Sportkameraden, der unser Vereinsleben über Jahrzehnte geprägt hat. Er stellte sich nie in den Mittelpunkt und war bis ins hohe Alter ein geschätzter Ratgeber. Seine positive Grundeinstellung, die er sich bis zuletzt erhielt, wird uns immer in Erinnerung bleiben und Vorbild sein. Zahlreiche Anekdoten werden uns auch nach seinem Tod ein Lächeln ins Gesicht zaubern und die Erinnerung an sein Lebenswerk lebendig halten.